Wir suchen Hilfe für Mrs.Bean

Mrs. Bean, sie ist jetzt 6 Monate alt.
Sie stammt aus einem Inzuchtwurf und erlitt eine Infektion im Mutterleib.
Mit ca 12 Wochen wurde sie neurologisch untersucht.
Ein Intensionstremor wurde festgestellt. Ein MRT des Gehirns zeigte keine größeren Auffälligkeiten oder Flüssigkeitseinlagerungen.
Es war lediglich ein kleinerer als erbsengroßer Bereich zu sehen, der 
eine Auffälligkeit aufwies bzw. Hinweis auf eine im Mutterleib stattgefundene Infektion gab.
Blutwerte waren in Ordnung. B12 wurde zugefüttert.
Zusätzlich zu dem Tremor ist die Hündin blind und so gut wie taub.
Sie baut weder zu ihren Geschwistern, noch zu andren Hunden oder 
Menschen eine Bindung auf.
Berührungen, oder auf den Schoß genommen werden ist ihr meist 
unangenehm, es sei denn man krault sie rechts und links an den Seiten, 
das lässt sie sich eine Weile gefallen und scheint es auch für einige 
Momente genießen zu können.
In ihrem Welpenlaufstall ist der einzige Ort, wo ihre Kreiselbewegungen 
etwas nachlassen, aber auch dort treten sie mehrmals die Minute auf.
Schon Kleinigkeiten versetzen sie in totalen Stress.
Beispielsweise einen Finger durch das Gitter des Welpenauslaufes zu 
stecken wenn sie vorbeiläuft.
Das reicht um erneute Kreiselbewegungen hervor zu rufen.
Die Hündin dreht sich die meiste Zeit so schnell und unkoordiniert, dass 
sie dabei wild hechelt und immer wieder hinfällt.
Wir wissen, dass viele blinde Hunde kreiselnde Bewegungen ausführen um 
sich zu orientieren.
Was aber zu Anfang mal der Orientierung diente, wandelte sich zu einer 
zwanghaften Stereotype.
Auch Ruhephasen, kennt sie nicht, sie läuft praktisch bis sie umfällt.
Sie verfügt nicht über einen Hygienesinn, macht wo sie grade steht, 
läuft anschließend durch oder legt sich rein.
Deswegen muss sie täglich, meist auch mehrmals, gesäubert werden.
Ihr Entwicklungsstand ist weit hinter dem eines normalen Welpen.
Sie hat zwei Geschwister, die beiden sind ebenfalls taub, können aber 
sehen. Auch sie liegen hinter dem Entwicklungsstand eines normalen 
Welpen, sind aber bedeutend weiter entwickelt als ihre Schwester und 
auch doppelt so groß.
Der Tremor hat sich bei ihnen sehr gut entwickelt und fällt bis auf eine 
leichte Kopfschiefhaltung und ein selten auftretendes Kopfwackeln kaum 
auf.
Sie spielen und toben wie normale Welpen, suchen Kontakt zum Menschen 
und verfügen über eine gute Lebensqualität.
Während sich bei ihren Geschwistern die Problematik verbessert hat je 
älter sie wurden, hat sie sich bei Mrs. Bean verschlechtert.
Wir suchen nun nach Trainern und Tierärzten, die Erfahrungen mit 
ähnlichen Fällen sammeln konnten oder über tieferes Fachwissen verfügen.
Alle Ideen, die uns helfen könnten Mrs. Bean zu einer besseren 
Lebensqualität zu verhelfen sind willkommen.
Leider sind wir im Moment etwas ratlos.

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